Pressemitteilung zum eskalierten Polizeieinsatz am 25.01.2019

Am Freitag den 25.01.2019 fand vor der Potsdamer Str. 180 eine Krach und Tanzdemo statt, an der sich über 60 Personen beteiligten. Da die Mietverträge der beiden Jugendzentren Potse und Drugstore nicht verlängert wurden, gab es schon zahlreiche Protestaktionen. Die Demonstrationen und Kundgebungen verliefen bisher ohne größere Komplikationen und im Einvernehmen mit der Polizei. Die Dauerkundgebung vor der Potse konnte durchgehend stattfinden und Menschen wurden bis auf einzelne Zwischenfälle von der Polizei und Ordnungsamt in Ruhe gelassen.

Bei der Tanzveranstaltung am Freitag war die 14. Einsatzhundert mit mehreren Mannschaftswägen anwesend. Auffällig war, dass die Polizei die Veranstaltung, wie in einem Polizeikessel, dauerhaft umstellte.

Die jugendlichen Teilnehmer*innen der Veranstaltung wurden von Anfang an von der Polizei bedrängt und kriminalisiert. Zu Beginn der Kundgebung nahm die Polizei eine Person aus der Kundgebung aus uns unbekannten Gründen fest. Im weiteren Verlauf provozierte und schikanierte die Polizei die Jugendlichen in verschiedener Weise; sie hielten Personen vom Verlassen der Kundgebung ab, hielten Personen unbegründet fest und sperrten daraufhin den Weg für längere Zeit in Richtung Bülowstraße komplett. Die Jugendlichen konnten ihr Recht auf Toiletten nicht nutzen und wurden von der Polizei nur wegen der bloßen Teilnahme an der politischen Veranstaltung kriminalisiert.

Dass die Jugendlichen bei einer Tanzveranstaltung nicht nur Tee sondern auch Bier konsumieren ist normal und kein Grund fünf Menschen zu verhaften.

Dass es überhaupt zu einer solchen Situation kommen konnte, ist allein dem Bezirk und Senat verschuldet, welcher Jugendzentren aus ihren Räumen verdrängt und ihrem Auftrag adäquate Ersatzräume zu beschaffen nicht nachkommt.

Hier ein Video eines Twitter-Nutzers, der die Situation eingefangen hat:


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