Pressemitteilung Drugstore & Potse 07.06.2019

++Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) verhindert Lösung++
++Altes Straßenbahndepot in der Belziger Straße als kurzfristige Lösung?++
++Vertrag der Potsdamer Str. 134-136 kurz vor der Unterzeichnung++

Es geht weiter mit dem Rummel um neue Räumlichkeiten für das Jugendzentrum Drugstore und das Jugendzentrum Potse.

Nachdem klar wurde, dass der Bezirk Tempelhof-Schöneberg mit der Suche nach neuen Räumlichkeiten an seine Belastungsgrenze gekommen ist, hat die Koalition aus rot-rot-grün Hilfe zugesichert.
So tagte der Koalitionsausschuss am 29.05.2019 und hatte auch die beiden Jugendzentrum Drugstore und Potse als Thema auf der Tagesordnung.
Es wurde unter anderem an Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) appelliert, dass er, für eine mittelfristige Lösung von Konzerten, Proben und Veranstaltungen der beiden Jugendzentren, von der Realisierung einer Finanzschule in der Potsdamer Str. 140 absehen und den Ort den beiden Jugendzentren überlassen soll.
Doch Matthias Kollatz weigert sich. Es werde schon gebaut, heißt es.
Eine Aussage, die Fakten schafft und die Verwirklichung an diesem Ort abschafft.

Dass das Thema „Drugstore & Potse“ auch im Koalitionsausschuss, und nicht nur in der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg, für erhitzte Gemüter sorgt, zeigte sich durch einige Wortgefechte auch im Koalitionsausschuss. Nachdem diese abflauten, schlug Michael Müller (SPD) das alte Straßenbahndepot an der Belziger Straße, nahe dem Rathaus Schöneberg, vor.
Im Jahre 2013 wurde zu diesem Grundstück in der BVV Tempelhof-Schöneberg beschlossen, dass der*die Nutzer*in, mit dem größten sozialen und kulturellen Nutzen das Grundstück bespielen kann.
Zu diesem Grundstück gab es seit 2017 immer wieder Informationsveranstaltungen, die von Jörn Oltmann (Grüne) organisiert wurden, und die Bürger*innen dazu einlud, gemeinsam an einem Konzept für dieses sogenannte „Filet-Grundstück“ zu arbeiten.
Die beiden Jugendzentren wurden in diese Pläne bisher nie mit einbezogen und haben von diesem landeseigenen Grundstück erst nach dem Koalitionsausschuss erfahren.
Wie kann es sein, dass eine Lösung so nahe liegt und doch verschwiegen wird?
Wir fragen uns:
Gibt es schon feste Pläne mit den Bürger*innen?
Wenn ja: Gibt es überhaupt noch freie Räume, die von den Jugendzentren genutzt werden könnten oder handelt es sich hier wieder um Luftschlösser?
Wenn nein: Warum wurde erst so spät darauf aufmerksam gemacht?

Auch kam der Tempelhofer Flughafen wieder als kurzfristige Lösung ins Spiel.
Die letzte Aussage, die den Jugendzentren mitgeteilt wurde ist, dass eine Nutzung der Flächen im Tempelhofer Flughafen angeblich nicht möglich sei und von der Verwaltung des Flughafens (Tempelhof Projekt GmbH) nicht gewünscht ist.
Was hat sich geändert? Oder wird hier nur ins Blaue geraten?

Zumindest für das Jugendzentrum Drugstore gibt es einen Lichtblick.
Das Kollektiv hat dem Bezirksamt und Jugendamt mitgeteilt, dass der Trägerverein ssb e.V. die finale Version der Nutzungsvereinbarung für die Potsdamer Str. 134-136 unterschreiben wird.
Somit wird das Jugendzentrum Drugstore kurzfristig in der Potsdamer Str. 134-136 unterkommen und den leisen Teil seines Angebots vermutlich zum Ende des Jahres aufnehmen können.
Umbauarbeiten wurden nämlich bisher nicht aufgenommen, obwohl der Abschluss jener zur Mitte des Jahres zugesichert wurde.

Wir laden zudem zum Carnival of Subculture ein!
Start der Demo am 08.06.2019 um 12 Uhr Frankfurter Tor.
Start der Kundgebung um 15 Uhr an der Muskauer Str.
Für eine Stadt von unten, für mehr Freiräume, gegen Gentrifidingsbums!

Die Pressesprecher*innen von Drugstore und Potse
Pressemail: presse.drugstore.potse@online.de
Pressehandy 1: 01632462650
Pressehandy 2: 015750939824


0 Antworten auf „Pressemitteilung Drugstore & Potse 07.06.2019“


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


vier − = zwei