Statement von der Potse zum Rockhaus und dem Bezirk

Statement von der Potse zum Rockhaus und dem Bezirk vom 02.02.21

Als wir uns Ende 2018 geweigert haben unsere Räume aufzugeben, haben wir deutlich gemacht, dass wir erst die Potsdamer Str. 180 verlassen, wenn es adäquate Ersatzobjekte für die Potse, sowie den Drugstore gibt.

Im Dezember letzten Jahres hat Jugendstadtrat Oliver Schwork über Facebook verkündet, er hätte eine Lösung für uns gefunden, erst wenige Tage nachdem wir diese Räumlichkeiten das erste mal besichtigt hatten. Er meinte damit den Konzertsaal im Rockhaus in Berlin-Lichtenberg. Wie aus unserer letzten Pressemitteilung auch schon hervor geht, entspricht das Objekt nicht unseren Ansprüchen. Wir können unsere Angebote in den gegebenen Räumlichkeiten nicht umsetzten und würden uns damit quasi handlungsunfähig machen. Das bedeutet, wir hätten keine eigenen Räume, da der Bezirk uns nur als Untermieter vom ssb e.V. einmieten würde und wir somit faktisch keine Verhandlungspartner*innen mehr wären.

Desweiteren hat das Jugendamt versucht uns damit zu erpressen, dass, wenn wir nicht aus unseren jetzigen Räumen rausgehen, dem Drugstore die Räumlichkeiten im Rockhaus ebenfalls verweigert werden würden. Dabei sind wir zwei unterschiedliche Jugendzentren und der Bezirk sollte in der Lage seinbeide Kollektive differenziert zu betrachten.

Wir fühlen uns vom Bezirk nicht als Verhandlungspartner*innen ernst genommen, wenn sie unsere Bedürfnisse größtenteils ignorieren. Es ist auch bezeichnend, wenn sich die Kommunikation des zuständigen Jugendstadtrats mit uns darauf beschränkt, über Social Media Beiträge vermeintliche Lösungen zu präsentieren.

Dem Bezirk muss klar sein, dass wir uns nicht zufriedengeben können, mit einem Angebot, was für sie die einfachste Lösung zu sein scheint. Wir entscheiden weiterhin selbstbestimmt, welche Räume unseren Forderungen entsprechen und welche nicht.

Die Politik stellt uns als nicht vertrauenswürdig dar, weil wir unsere Räume nicht verlassen und es zu einem Rechtsstreit kommen musste. Dabei sind sie es, welche unsere Verträge gekündigt haben und uns ohne annehmbare Alternativen auf die Straße setzen wollen.

Wir wollen weiterhin Druck auf den Bezirk und das Land Berlin ausüben, dass nicht vorschnell geräumt wird, bevor ein Ersatzraum gefunden werden kann. Die Politik ist in der Verantwortung einen solchen zu finden, da sie mit dem Verkauf des Gebäudes an Investoren die Situation selber verursacht haben.

Deshalb haben wir, das Potse-Kollektiv, uns dazu entschieden,nicht auf das Angebot des Bezirks Tempelhof-Schöneberg, die Potsdamer Str. 180 zu verlassen und den Raum im Rockhaus anzunehmen, einzugehen.

Wir fordern vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg, dass sie die Situation nicht eskalieren lassen und die Räumung aussetzen. Die BVV Mitte ist dabei, weitere Objekte zu prüfen, genauso wird auf Landesebene weitergesucht. Wir hoffen auf eine baldige Entwicklung und Lösung, sodass wir unsere Jugendarbeit schnellstmöglich fortführen können.


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