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Kein Haus weniger! – Gala am 16.02.2020

KeinHausWeniger! – Eine Gala zu Ehren aller bedrohten linksalternativen Projekthäuser, Initiativen, Freiräume, Platten und Clubs.

https://www.keinhausweniger-gala.de/

Wann, wo, wie viel?

Festsaal Kreuzberg
16.02 – 18 Uhr
Eintritt Spende

Live mit dabei:

She Choir
„Das gefährlichste Ballett der Welt“
Taxi nach Tegel
der Rattenchor
Goldzilla
Tex Brasket
die Tsootsies
Paradise Princess
Marlène
ROim & StrOifahrzOige
Pastor Leumund
12 Volt Band feat. The Soluble Fish
die Nachbarnz

Außerdem:

Performances
Kunst & Gegenkultur
Theater
KüfA
+ Special Guests

plakat

Kein Haus weniger! (https://keinhausweniger.info/)

Ohne seine alternativen Haus- und Kulturprojekte wäre Berlin lediglich die Stadt, in der mal die Mauer stand. Sie wäre sozial, politisch und kulturell um Vieles ärmer.

Tausende Menschen finden in Hausprojekten bezahlbaren Wohnraum ohne Angst vor Verdrängung haben zu müssen; Menschen, die anderswo diskriminiert werden, finden hier ein sicheres Zuhause. Die Häuser und Projekte bieten zudem eine elementar wichtige Infrastruktur für ihre Nachbarschaften. Hier finden sich Räume für Mietberatungen, politische Vernetzung, kulturelle Veranstaltungen und Orte zum Verweilen ohne Konsumzwang.

Die Geschichte der Besetzungen in Berlin ist eine Erfolgsgeschichte. Ab Ende der 1970er Jahre verhinderten zahlreiche Instandbesetzungen die so genannte “Kahlschlagsanierung”, also den Komplettabriss des Kreuzberger Kiezes “SO36″. 1981 waren 168 Häuser in Berlin besetzt, davon 86 in Kreuzberg. In den folgenden Jahren konnten durch die Besetzungswelle und die enormen Mobilisierungen die bestehende Bausubstanz und die kleinteilige Kiezkultur Kreuzbergs bewahrt werden. Berlinweit wurden bis zu 100 der besetzten Häuser „legalisert“, viele von ihnen erhielten für ihre Sanierung Gelder aus dem Senatsprogramm „Bauliche Selbsthilfe“. Auch heute noch sind Genossenschaften und Selbstverwaltung, wie sie bspw. das Mietshäusersyndikat fördert, der sicherste Schutz vor Mieterhöhungen und Verdrängung.

Eine nächste Besetzungswelle belebte ab 1990 unzählige leerstehende und verfallene Häuser in Ost-Berlin. Nach einer Verhandlungsoffensive standen Verträge für etwa 100 Häuser in Prenzlauer Berg, Mitte und Friedrichshain. Die alternativen Projekte prägten und prägen bis heute den Charakter ihrer umliegenden Viertel.

Stadtmarketing, Ferienwohnungsplattformen und Immobilienkonzerne bedienen sich der Berliner Subkultur des widerständigen und alternativen Lebens für den Verkauf eines rebellischen Images. Dem widersprechen wir entschieden: Wir sind nicht die Fassade eures Verwertungsmarktes. Wir sind der lebendige Beweis dafür, dass sich selbstbestimmtes Leben und soziale Räume nicht mit, sondern nur gegen Profitinteressen durchsetzen lassen. Wir sind die Vorboten einer besseren Zukunft als solidarische Stadt. Dass nun immer mehr Projekte auf die Straße gesetzt werden sollen, werden wir nicht akzeptieren.

Wir sagen: Jetzt ist Schluss! Kein Projekt, kein Haus weniger!

Während Berlin sich als queere Hauptstadt inszeniert, wird ein queerfeministisches Hausprojekt rausgeschmissen. Schluss damit!
Liebig34 bleibt!

Während Berlin dringenden Bedarf an Angeboten für Jugendliche und Sozialeinrichtungen hat, sieht man zu, wie die zwei ältesten selbstverwalteten Jugend- und Sozialzentren verdrängt werden. Schluss damit!
Potse bleibt! Gebt dem Drugstore seine Räume zurück!

Während bezahlbarer Wohn- und Gewerberaum immer knapper wird, stehen mit der Lause und der Køpi wichtige alternative Wohn- und Projektorte unmittelbar vor einem erneuten Verkauf und damit einer ungewissen Zukunft.
Køpi bleibt! Lause bleibt!

Viele unserer eigenen Geschichten zeigen, dass aus Besetzungen u.a. Projekte solidarischen Zusammenlebens, Netzwerke für soziales Engagement in den Nachbarschaften und unkommerzielle Räume für Initiativen und Vereine entstehen. Dennoch wird die Aneignung und Nutzung von Leerstand zwanghaft binnen 24 Stunden mit Polizeigewalt geräumt. In Städten wie Zürich müssen Eigentümer*innen von Leerstand nachweisen, dass sie aktuell konkrete Vorhaben mit den Gebäuden umsetzen, andernfalls müssen sie Besetzungen dulden.
Gebt der G17a ihre Wohnung zurück! Alle von Rausschmiss bedrohten Hausgemeinschaften bleiben!

Wenn neue gastronomische Einrichtungen öffnen, ist das Angebot oft touristisch ausgelegt und für viele Berliner*innen schlicht längst nicht mehr erschwinglich. Langjährige Kneipen, die häufig kollektiv betrieben werden und vom Ausschank abgesehen oft auch Raum für nachbarschaftliche Vernetzung, Sozialberatung und politische Veranstaltungen bieten, werden hingegen rausgeschmissen. Schluss damit!
Syndikat und Meuterei bleiben! Gebt der Friedel54 ihren Laden zurück! Sicherheit fürs K-Fetisch!

Während alternative Lebensweisen mit Wagenplätzen selbstbestimmte Orte zum Wohnen und Arbeiten finden, sind diese immer stärker von Verdrängung bedroht. Schluss damit!
SabotGarden und alle Wagenplätze bleiben! Ein Areal für die DieselA!

Alternative Projekte sind ein zentraler Bestandteil für eine vielfältige und lebendige Stadt. Wir waren schon hier als die Kieze und Stadtteile noch nicht aufgehübscht und vermarktet wurden. Wir waren vielerorts da, wo die Benachteiligten und Unterprivilegierten ihrem Schicksal überlassen wurden. Und wir werden jetzt nicht weichen, wo die Profitinteressen von Konzernen uns zu verdrängen versuchen.

Wer in Zeiten grassierender Mieten und niedriger Löhne untätig bleibt oder glaubt, sich angesichts eines zeitlich befristeten Mietendeckels nun zurücklehnen zu können, wenn soziale Institutionen oder Einzelpersonen ihr Zuhause verlieren, macht sich mitschuldig!

Deshalb:

Bestandsschutz für alle sozialen und kulturellen Projekte sowie wirksamer Schutz vor Verdrängung für Kleingewerbe
Sofortige Aussetzung aller Zwangsräumungen
Weg mit der „Berliner Linie“
Straffreiheit für alle Besetzer*innen

Wir kämpfen gemeinsam! Wir bleiben alle!

Bericht vom Gerichtsprozess 08.01.2020 Drugstore & Potse

Am 08.01.2020 um 09:00 Uhr wurde der Termin für den Räumungsprozess des Jugendamts Tempelhof-Schöneberg von Berlin gegen den Potze e.V. anberaumt.

Im Vorfeld des Prozesses haben sich die Jugendlichen und Unterstützer*innen der Potse und dem Drugstore vor dem Gerichtsgebäude in der Turmstr. 91 eingefunden und eine Kundgebung angemeldet.
Im Vorfeld wurde der Prozess vom Amtsgericht Tiergarten in den Hochsicherheitssaal des Kriminalgerichts in den Saal 500 verlegt. Über diese Verlegung wurden die Anwälte des Potze e.V.‘s nicht informiert, sondern haben darüber über die Presse erfahren. Auch die Verlegung in den Hochsicherheitssaal macht aus den Jugendlichen direkt Kriminelle, obwohl es um einen Prozess gegen Jugendliche und um eine Immobilie geht. Teilweise mussten kritische Prozessbegleiter*innen 2 Stunden warten, ehe sie in den Saal gelassen wurden. Auch mussten diese dann in einem unbeheizten, zugigen Treppenhaus verweilen, ohne Zugang zu Toiletten oder Wasser. Statt der 60 Plätze im vorherigen Saal gab es nur 30 Plätze, obwohl der Prozess als ein Prozess von öffentlichem Interesse angekündigt wurde. Damit wurde ein Teil der Öffentlichkeit bewusst ausgeschlossen.

Viel verheerender jedoch waren die enormen Sicherheitsauflagen, die neben dem Verbot diverser Gegenstände (wie etwa Kugelschreiber oder Mobiltelefone) auch Personen unter 16 Jahren den Zutritt verwehrten. Das wurde nicht nur von den anwesenden Unterstützer*innen kritisiert, sondern auch vom Anwalt der Potse, Lukas Theune. Aufgrund dessen reichte Herr Theune einen Befangenheitsantrag gegen den zuständigen Richter ein, da dieser diesen „Sicherheitsmaßnahmen“ zugestimmt hatte.
Ein erster Befangenheitsantrag wurde vom Richter abgelehnt, woraufhin der Anwalt des Potze e.V.‘s einen weiteren Befangenheitsantrag eingereichte.
Als dieser vom Richter missachtet wurde und er den Prozess fortführen wollte, sahen sich die Anwälte und die Vorstände gezwungen, den Saal zu verlassen. Wir sehen es nicht ein, dass wir im Vorfeld kriminalisiert werden und die Jugendlichen, die der Prozess betrifft, ausgeschlossen werden!

Bevor die Kundgebung anfing wurden unterschiedlichen Menschen schon Platzverweise unter Gewaltandrohungen erteilt, da sich angeblich keine*r vor dem Gerichtsgebäude sammeln dürfe bis die Kundgebung anfinge. Die Kundgebung, welche nicht vor dem Gericht, sondern auf der anderen Straßenseite stattfand, verlief nach den Platzverweisen bis zur Verkündigung der augenscheinlichen Vertagung friedlich, bis die Berliner Polizei aus vorgeschobenen Läutstärkebeschwerden den Generatorschlüssel rechtswidrig entwendete und damit der Kundgebung den Strom abdrehte. Es gab lautstarke Beschwerden, aber trotzdem Kraft und Mut sich diesen Repressionen in den Weg zu stellen! Es gab lautstarke Chöre, ein Acappela-Konzert von RO!m- & StrO!fahrzO!ge und leider auch weitere Repressionen. Der Versuch, eine spontane Demonstration anzumelden, schlug fehl, da die Berliner Polizei das verweigerte. Am Ende haben sich die Unterstützer*innen
in Zweiergruppen mit 3 m Abstand zueinander zusammen gefunden, um gemeinsam den Weg in den Schicksaal des Tommyhauses einzuschlagen. Das Schicksaal hatte sich nämlich dazu bereit erklärt, für alle Unterstützer*innen die Türen zu öffnen und die abgebrochene Kundgebung + Konzerte fortzuführen.

Wie der Prozess weitergeht wissen wir nicht. Wir hoffen, dass dem Antrag auf Befangenheit stattgegeben wird und wir eine*n neue*n Richter*in bekommen, die unsere Unterstützer*innen nicht kriminalisiert! Jugendarbeit hat nicht in einem Hochsicherheitssaal verhandelt zu werden!

Achtet auf Ankündigungen!

Eure Kollektivistix von Drugstore und Potse

Bild:
https://twitter.com/ReclaimYourClub/status/1214861519994982400?s=20

Pressemitteilung vom 02.01.2020

Pressemitteilung 02.01.2020 Drugstore & Potse

Ein Jahr nach der geplatzten Schlüsselübergabe, steht der Gerichtsprozess zum Räumungsverfahren gegen das selbstverwaltete Jugendzentrum Potse an. Am 08. Januar 2020, wird um 9 Uhr im Kriminalgericht Wilsnacker Str. 4 Hochsicherheitssaal B129 darüber entschieden, wie es mit den von der Potse genutzten Räumlichkeiten in der Potsdamer Str. 180 weitergehen soll. Anlässlich der ungewissen Zukunft der Potse und der drohenden Räumung, haben einige Jugendliche während der letzten BVV am 11.12.2019 ihren Protest durch Transparente und Sprechchöre kundgetan. Der BVV-Vorstand Stefan Böltes sieht von einer Anzeige ab. Dennoch erhielten die Jugendlichen bereits nach 10 Tagen Anzeigen zu „schwerem Hausfriedensbruch“. Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Unterstützer*innen der Potse kriminalisiert werden.

„Es ist bezeichnend, wenn in einer Stadt wie Berlin, der Prozess gegen ein Jugendzentrum in einem Hochsicherheitssaal verschoben wird, während Faschos, wie in Neukölln, ungestört wüten können.“ so Mona, eine Besucherin der Potse.

Der Drugstore hat noch keine bezugsfertigen Räume, obwohl diese bei der Schlüsselübergabe am 31.12.2018 bis spätestens Juli 2019 zugesichert wurden. Nun sollen die Räumlichkeiten der Potsdamer Str. 134-136 voraussichtlich im zweiten Quartal 2020 fertiggestellt werden.
Eine Nutzung durch die Potse ist seitens des Bezirks nicht eingeplant. Neue Räumlichkeiten stehen für die Potse ebenfalls nicht in Aussicht. Für die Potse ist klar, dass sie ohne Ersatz die Potsdamer Str. 180 nicht verlassen können. Die notwendige Jugendarbeit im Schöneberger Norden würde sonst wegfallen. Die Potse ist weiterhin offen für Gespräche, die zu Ersatzräumen führen. Das der Bezirk darauf bis jetzt nicht eingegangen ist, zeigt auch die Ablehnung einer Mediation, welche im Sommer 2019 vom Landgericht Berlin vorgeschlagen wurde. Eine gewaltsame Räumung scheint für die Politik daher eher die Lösung zu sein, als sich auf zielführende Gespräche einzulassen.

Die Pressesprecher*innen von Drugstore und Potse
Pressemail: presse.drugstore.potse[ät]online.de

Call for Solidarity

- english below-

Wir brauchen eure Unterstützung!
Am 08.01.2020 ist das Räumungsverfahren der Potse. Wirkliche Lösungen gibt es aber von Seiten der Stadt und dem Bezirk weiterhin nicht.
Dies bedeutet, dass es auf eine gewaltsame Räumung hinauslaufen wird.
Um mehr Menschen auf unsere Situation aufmerksam zu machen und den Druck auf die Politik zu erhöhen, rufen wir auf sich am Samstag, den 28.09., an der Demonstration „Drugstore und Potse erhalten – Eine Stadt für Alle!“ um 12 Uhr vor der Potsdamer Str. 180 zu beteiligen. Aber damit viele Menschen zu der Demonstration kommen, brauchen wir die praktische Solidarität von Einzelpersonen, Gruppen, Bands und Kollektiven.
Die Demonstration wurde erst mal von der Polizei nicht genehmigt. Nach einer Routenänderung hat die Polizei dennoch weiterhin den Auftaktort vor der Potsdamer Straße 180 verboten. Diesen mussten wir mit unserem Anwalt vor der Versammlungsbehörde durchsetzen.
Macht auf die Demonstration aufmerksam, redet mit Menschen über unsere Situation, schreibt eigene Aufrufe, mobilisiert mit Plakaten und Flyern. Nehmt Mobivideos auf oder mobilisiert kreativ für die Demo und die TuMalWat Aktionstage.
Plakate für die Demo liegen in den Buchläden Schwarze Risse am Mehringdamm, Schwankende Weltkugel in der Kastanienallee, sowie in der Potse und im Tommy-Weisbecker-Haus (zu Bürozeiten und auf Anfrage) aus.

Demonstration Drugstore und Potse erhalten – Eine Stadt für Alle!
Samstag, 28.09.2019 Potsdamer Str. 180, 12 Uhr
Kämpfen wir gemeinsam für eine Stadt für Alle!

Drugstore, Syndikat, Meuterei, Liebig 34, Potse, Rigaer94, Rummelsburger Bucht, DieselA bleiben.
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We need your support!
The 08th of January 2020 is the evacuation procedure of the Potse. However, the city and district haven’t found any actual alternative spaces.
This means that the eviction will be violent.
To draw more people’s attention to our situation and to increase the pressure on politics, we call for participation in the demonstration „Drugstore and Potse should stay- A City for All!“ on Saturday, the 28th of September at 12 o‘clock in front of Potsdamer Str 180. But to maximise participation, we need the practical solidarity of individuals, groups, bands and collectives.
Initially the demonstration was not approved by the police. After the route was changed, the police still banned the launch site in front of Potsdamer Straße 180. We had to stand before the assembly authority with our lawyer to get permission.

Try to draw attention to the demonstration, talk to people about our situation, write your own calls for solidarity, mobilize people with posters and flyers. Create mobilization videos or mobilize in your own creative way for the protest and the TuMalWat action days.
You can find posters for the demonstration in the bookstores “Schwarze Risse” at Mehringdamm, “Schwankende Weltkugel” at Kastanienallee, as well as in the Potse and the Tommy Weisbecker Haus (during open office hours and on request).

Demonstration „Drugstore and Potse should stay- A City for All!“
Saturday, 28th of September 2019, Potsdamer Str. 180, 12 o‘clock
Let us fight together for a city for all!
Drugstore, Syndikat, Meuterei, Liebig 34, Potse, Rigaer94, Rummelsburger Bucht, DieselA are staying!

Pressemitteilung Drugstore & Potse 15.08.2019

+++Termin für Räumungsverfahren der Potse steht+++
+++Großdemo Ende September+++

Am 08.01.2020 soll vor dem Landgericht die Räumung von dem selbstverwalteten Jugendzentrum Potse verhandelt werden. Die Potse hat seit Anfang dieses Jahres ihre Schlüssel für die Räume in der Potsdamer Str. 180 nicht abgegeben und nutzt diese Räume weiterhin für notwendige Jugendarbeit im Schöneberger Norden.

Das Drugstore konnte die bereits unterzeichneten Räume in der Potsdamer Straße 134/136 bisweilen immer noch nicht nutzen, geschweige denn betreten. Die Umbauarbeiten haben immer noch nicht begonnen, womit ein Einzug im Jahr 2019 unmöglich scheint und das Kollektiv, trotz Versprechungen seitens der Politik, weiterhin auf der Straße sitzt.

Wie sich jetzt herausstellt sind in dem Jugendhaushalt für die Jahre 2020 und 2021 keine Mittel für die Potse, sowie für laute Nutzungen des Drugstores eingeplant. Auch sieht der Jugendstadtrat Oliver Schwork (SPD) keine Lösung für die Potse (Taz 09.07.19) und sehnt sich den Räumungsbescheid herbei (Berliner Woche 13.06.19).

„Die Politik versucht die Situation auszusitzen und hofft auf eine gewaltsame Lösung, um von ihrer Unfähigkeit abzulenken, Räume für Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen!“, sagt Isabel, eine jugendliche Besucherin der Potse.

Für das Kollektiv der Potse ist es klar, dass sie die Räume in der Potsdamer Straße 180 solange weiter nutzen, bis es für Drugstore und Potse ausreichend Räume für alle Nutzungen gibt, die die Kollektive in den Jahrzehnten an Jugendarbeit entwickelt und ausgebaut haben.

Um auf die Situation von Drugstore und Potse aufmerksam zu machen, sowie für eine Stadt für Alle zu kämpfen, rufen die beiden Kollektive zu einer Demonstration auf. Am 28.09.2019 um 12 Uhr sollen alle zur Potsdamer Straße 180 kommen und sich an der Großdemonstration unter dem Motto: ‚Drugstore und Potse erhalten – Eine Stadt für Alle!‘ beteiligen. Die Demonstration wird im Rahmen der ‚Tu mal wat‘ Aktionstage stattfinden.

Pressekontakt:

presse.drugstore.potse[at]online.de

Pressehandy 1: 01632462650

Pressehandy 2: 015750939824