Potse & Drugstore Infochannel

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Pressemitteilung 15.05.2019

Die Kollektive von Drugstore und Potse kritisieren, dass der Potse nun die Räumungsklage zugestellt wurde, obwohl keine adäquaten Ersatzräume zur Verfügung stehen. Als Zeichen des Protestes hat die Potse im zweiten Stock der Potsdamer Straße 180 ein Transparent mit der Aufschrift: „JUGENDARBEIT VERHINDERN – #SPDISTDIEANTWORT“ aufgehangen.
Des Weiteren wird die ehemalige Deutsche Bank Filiale im Finanzamt in der Potsdamer Straße 140 als mittelfristiges Ersatzobjekt für Konzerte und Proben eingefordert. Die Räume baut der Finanzsenator Matthias Kollatz zur Zeit für die Steuerprüfungsbehörde um. Als langfristiges Ersatzobjekt kommt nach den Jugendlichen nur der Hochbunker in der Pallasstraße in Frage.

++Danke, Schworck++

Wir, die Jugendzentren Drugstore & Potse, möchten uns bei dem Jugendstadtrat Oliver Schworck für die Räumungsklage gegen die Potse, welche uns die Tage erreicht hat, bedanken.
In vorauseilenendem Gehorsam hat der Jugendstadtrat für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg eine Räumungsklage gegen das selbstverwaltete&autonome Jugendzentrum Potse eingereicht, obwohl er in vorherigen Gesprächen und Interviews beteuert hat, dass niemandem (inklusive ihm) an einer Räumung gelegen sei. Wichtig dabei ist zu wissen, dass den Kollektiven zu keinem Zeitpunkt adäquate Ersatzräume zur Verfügung gestellt wurden und bis dato auch nicht stehen. Gemeint sind Ersatzräume für beide Jugendzentren, in welchen wir alle bisherigen Nutzungen, inklusive der Proberäume und Konzerträume, umsetzen können.
Bis solche Räume zur Verfügung stehen wird die Potse, wie auch in den vorherigen Jahrzehnten, weiterhin Jugendarbeit in den Räumen in der Potsdamer Straße 180 leisten.
Besonders in den letzten fünf Monaten nutzten weit über hundert Jugendliche wöchentlich die Räume im zweiten Obergeschoss!

Es ist erschreckend festzustellen, dass der Senat nicht in der Lage zu sein scheint, Räume für eine so wichtige und einzigartige Jugendarbeit zu finden. Selbstverwaltung & Partizipation sind Themen, die wieder mehr an Bedeutung gewinnen und vor allem in der Arbeit mit Jugendlichen & jungen Erwachsenen ein neues Hoch erleben. So haben ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der Kollektive aktiv an Projekten im Bezirk Tempelhof-Schöneberg mitgewirkt, um die von ihnen gelebte & erfolgreiche Selbstverwaltung auch anderen Trägern näher zu bringen.
Es ist daher besonders besorgniserregend, dass es dennoch keine weiteren Aussichten, als eine kurzfristige Lösung für nur eines der beiden Jugendzentren gibt.
Vorallem, da uns zwei Regierungsparteien in unseren Forderungen unterstützen (Linke und Grüne) aber die SPD, namentlich der Finanzsenator Matthias Kollatz, aktiv gegen eine Lösung arbeitet.
In den Räumlichkeiten der Potsdamer Straße 140 möchte der Finanzsenator nun eine Steuerprüfungsbehörde einrichten, statt die Räume wie angekündigt den Kollektiven zur vorübergehenden Nutzung für Konzerte und Proben zur Verfügung zu stellen.
Trotz unserem Protest am 03.05.2019, bei dem es auch zu unnötiger und überzogener Polizeigewalt kam (sowohl verbal als auch körperlich), hat sich der Finanzsenator bisher zu keinen Gesprächen bereit gezeigt.

Die Gespräche zu der Potsdamer Str. 140 stehen dementsprechend weiter aus.
Für die Potsdamer Str. 134-136 steht das Jugendzentrum Drugstore im Gespräch mit dem Bezirks- & und Jugendamt.
Die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen haben finale Änderungsvorschläge am übermittelten Vertrag vorgenommen und dem BA/JA zur Sichtung gereicht.
Erst sobald diese Änderungen übernommen wurden, kann das Drugstore die Mietverträge für die Räume in der Potsdamer Str. 134-136 unterschreiben und die vom Bezirksamt angeordneten Baumaßnahmen beginnen.
Das bedeutet, dass die Jugendzentren voraussichtlich bis Ende des Jahres keine feste Bleibe haben. Die Zusage des Bezirkamtes, dass die Räume bis Mitte des Jahres bezugsfertig seien, ist damit hinfällig.

Bei der Potsdamer Str. 134-136 handelt es sich weiterhin nur um eine kurzfristige Lösung, in der wir weder Konzerte, noch Partys, noch Proben stattfinden lassen können!
Wir fordern eine mittelfristige Lösung für alle unsere Angebote – und zwar sowohl für das Drugstore, als auch für die Potse!
Um langfristig unterzukommen gibt es nur eine naheliegende Lösung – den Hochbunker in der Pallasstr.

Deshalb fordern wir:
Kollatz, rück die Potsdamer Str. 140 raus!
Oltmann, gib endlich den Bunker frei!

Die Potse bleibt solange in der Potsdamer Str. 180, bis es adäquate Ersatzräume für beide Jugendzentren gibt!

Wenn ihr uns unterstützen wollt, kommt jeden 2. und 4. Montag im Monat um 18 Uhr in die Potse zum Unterstützer*innen-Treff.

Die Pressesprecher*innen von Drugstore und Potse

Pressemail: presse.drugstore.potse@online.de
Pressehandy 1: 01632462650
Pressehandy 2: 015750939824

Pressemitteilung 02.05.2019

Drugstore & Potse rufen zur Kundgebung am 03.05.2019 auf

Am 03.05.2019 gehen die Kollektive vom Drugstore und der Potse auf die Straße – genauer gesagt auf die Potsdamer Straße, vor die Hausnummer 140.
Denn dort sollten Proberäume und ein Konzertraum für die beiden Jugendzentren zur Verfügung gestellt werden.
Zusammen mit den Flächen in der Potsdamer Str. 134-136 sollte den beiden Jugendzentren ein vorläufiger Ersatz für die verloreren Räumlichkeiten in der Potsdamer Str. 180 geboten werden.
Unweit vom ehemaligen Standort entfernt, direkt neben der Potsdamer Str. 134-136 und immer noch im Schöneberger Norden.
Doch daraus wurde nichts!
Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) hat Eigenbedarf angemeldet und will nun statt Jugendträumen & Jugendräumen eine Steuerprüfungsbehörde wahr werden lassen.
Seit mehr als 5 Monaten ist das Kollektiv des Drugstores aus der Potsdamer Str. 180 raus und sitzt damit seitdem auf der Straße!
Seit mehr als 5 Monaten protestiert das Kollektiv der Potse in ihren Räumen in der Potsdamer Str. 180 für adäquate Ersatzräumlichkeiten für beide Jugendzentren!
Seit mehr als 5 Monaten haben über 10 junge Bands keine Möglichkeiten sich auszuleben und ihre Instrumente in angemessen Räumlichkeiten zu üben!
Seit mehr als 5 Monaten können beide Jugendzentren keine Partys oder Konzerte mehr verwirklichen!
Das sind über 70 Veranstaltungen, die den Jugendlichen verwehrt blieben!
Veranstaltungen, bei denen sie Selbstverwaltung und Selbstverwirklichung leben & erleben können.
Wo sich junge Bands das erste Mal auf eine Bühne wagen dürfen, ohne Kosten & Bevormundung.
Eine Bereicherung für Schöneberg und ganz Berlin, die einfach nicht ermöglicht wird.
Das haben wir satt!
In Zeiten in denen es kaum noch Orte gibt, an denen Jugendliche laut sein dürfen, werden wir umso lauter sein und tragen unseren Protest auf die Straße.

Deshalb kommt am 03.05.2019 zur Kundgebung vor der Potsdamer Str. 140 – von 16-20 Uhr!
Mit Redebeiträgen von weiteren bedrohten Projekten.

Unsere Forderung ist und bleibt: Kollatz, rück‘ die Potsdamer Str. 140 raus, aber schnell!

Die Pressesprecher*innen von Drugstore & Potse

Pressemail: presse.drugstore.potse@online.de
Pressehandy 1: 01632462650
Pressehandy 2: 015750939824


Pressemitteilung 04.04.2019

Am 06.04.2019 wird um 12 Uhr auf dem Alexanderplatz die #Mietenwahnsinn Großdemonstration stattfinden.

Wir organisieren, mit weiteren gentrifizierungskritischen Jugendgruppen, den Jugendblock auf der #Mietenwahnsinn Demo. Der Jugendblock wird an der Spitze der Demonstration laufen.

In unserer besonders prekären Situation, in der Drugstore und Potse stecken, werden wir mit dem Jugendblock zeigen, dass wir Jugendliche die Verdrängung von unseren Jugendzentren nicht hinnehmen werden!

Wir Jugendliche sind besonders von der Gentrifizierung betroffen. Sei es, dass unsere Eltern umziehen müssen und wir aus unserem sozialen Umfeld raus gerissen werden, unsere Jugendzentren verdrängt werden oder wir einfach keine Wohnung finden, wenn wir ausziehen wollen.

Wir fordern die dauerhafte Sicherung aller Jugendeinrichtungen und das ab sofort und nicht erst, wenn frühestens 2020 das neue Jugendförderungsgesetz durch ist!

Wir rufen alle Jugendlichen und jungen Menschen auf, sich am Jugendblock auf der #Mietenwahnsinn Demonstration zu beteiligen!

Die Pressesprecher*innen von Drugstore und Potse
Presseemail: presse.drugstore.potse@online.de
Pressehandy 1: 01632462650
Pressehandy 2: 015750939824

Kundgebung gegenüber Senatsverwaltung für Finanzen / 03.04.2019

Solidarität mit Potse & Drugstore

Computer brauchen keine Freiräume, Menschen schon

Die beiden ältesten, selbstverwalteten Jugendzentren Berlins, Potse und Drugstore, welche seit fast 50 Jahren Jugendlichen die Möglichkeit geben, gemeinsam,gleichberechtigt und selbstbestimmt die Räume und ihr Programm zu gestalten, stehen vor der Räumung, dem Aus.
Das Kollektiv des Drugstores hat die Schlüssel aufgrund rechtlicher Umstände bereits ausgehändigt und die Räumungsklage gegen die Potse ist erfolgt.

So weit so Scheiße!!!

Die Stadt Berlin hat seit Jahren versichert, dass sie adäquate Ersatzräume finden wird. Und tatsächlich gibt es solche gar nicht so weit entfernt von den alten Räumen.
Doch mittlerweile hat die Stadt trotz aller Versprechen verlauten lassen, dass es keine städtischen Räume geben wird.
Denn es gibt ein Problem! Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz!
Denn dieser meint,dass ein paar Plätze fürs Finanzamt wesentlich wichtiger für die Gesellschaft sind, als Räume in denen Jugendliche erfahren können, solidarisch und ohne Konkurrenz miteinander zu leben.
Doch offensichtlich geht es hier um etwas anderes. Der gute Finanzsenator will wie ein kleines störrisches Kind seinen Willen durchsetzen und zeigen, wer hier das Sagen und die Macht hat.
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass eine mit einer großen Menge Macht und Ressourcen ausgestatte Einzelperson versucht, zwei der letzten Orte der Solidarität und Selbstbestimmung in Berlin, nun zu Objekten seiner Machtdemonstration zu machen.

Doch wir werden gemeinsam und solidarisch dagegen kämpfen!!!!
Wir fordern Matthias Kollatz auf die Räume den Kollektiven von Drugstore und Potse zu übergeben!

Wann: 03.04.2019, 15:30
Wo: Senatsverwaltung für Finanzen, Klosterstraße 59, 10179 Berlin

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